Resilienzstrategien
Resilienzstrategien
Gemeinschaftliches Singen und die Mobilisierung von Musik als Resilienzstrategien:
Eine Untersuchung des immateriellen Kulturerbes in Israel
Projektlaufzeit:
2025-2028
Das Teilprojekt verfolgt das Ziel, empirische Belege für die Bedeutung des immateriellen jüdischen Erbes bei der Bewältigung von Kriegen, Krisen und Katastrophen in Israel zu ermitteln und diese systematisch zu strukturieren. Diesbezüglich wird ein Beitrag zur Integration von Wissen über soziale Verantwortung und kulturelle Nachhaltigkeit in Kulturerbestrategien erbracht; es wird die Übertragbarkeit von Resilienzfaktoren aus dem Forschungskontext zu naturgefahrenbedingten Katastrophen auf Gefahrensituationen, die durch andere Belastungen verursacht werden, untersucht.
Im Rahmen des Teilprojekts erfolgt konkret eine Untersuchung der Möglichkeiten, das kollektive Singen in der Öffentlichkeit – beispielsweise im Rahmen von Shira Betzibur-Versammlungen oder Koolulam-Initiativen – als Instrument zur Unterstützung menschlicher Erholungsprozesse nach einschneidenden Ereignissen zu nutzen. Hierbei wird insbesondere auf die generationen- und kulturübergreifende Reichweite des israelischen, immateriellen Kulturerbes eingegangen.
Das Teilprojekt 2 zielt darauf ab, die Nachhaltigkeit musikalischer Praktiken und deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Resilienz, insbesondere nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023, zu untersuchen. Nach einschneidenden Ereignissen wie diesen kann das Potenzial des immateriellen Erbes von Gemeinschaften neu entdeckt werden, sodass neue kulturelle und musikalische Praktiken zur gesellschaftlichen Heilung und Erholung entwickelt werden können. In Phasen gesellschaftlicher Turbulenzen kann das immaterielle Erbe als stabilisierender Faktor die soziale Kohäsion fördern.
Das Ziel des Teilprojekts besteht folglich in der Entwicklung eines vertieften Verständnisses der doppelten Funktion und dynamischen Rolle von Musik als kulturellem Erbe und Mittel zur sozialen Stärkung in Krisenzeiten. Dabei werden Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen (Jüdische Musikstudien, Musikethnologie und Critical Heritage Studies) sowie Erkenntnisse aus den Teilprojekten 1 und 3 integriert, um ein umfassendes Bild der Bedeutung kulturellen Erbes für Resilienz und kulturelle Nachhaltigkeit zu gewinnen.
Projektleitung
Prof. Dr. Sarah M. Ross
Direktorin des EZJM, HMTMH
T. +49-(0)511-3100-7120
E-Mail: Prof. Dr. Sarah M. Ross
Projektmitarbeiter*innen
Samuel Weigel, M.A.
E-Mail: Samuel Weigel, M.A.
Zuletzt bearbeitet: 09.03.2026
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