CD-Projekt Romaniotische Tradition

CD-Projekt: „Synagogale Musik der romaniotischen Juden Griechenlands“

Die romaniotischen Juden leben bereits seit mehr als 2000 Jahren in Griechenland (v. a. in Ioannina, Chalkida (Chalkis) und auf Korfu) und angrenzenden Regionen. Ihr Name ist von Romanioi (oder auch Romania) abgeleitet, womit in der Spätantike das Römische Reich und der römisch-lateinische Kulturkreis bezeichnet wurden.

Durch den Kulturkontakt mit der Mehrheitsgesellschaft in der Mittelmeerregion hat sich eine eigenständige Kultur (wie etwa Sprache und Gebräuche) und Tradition synagogaler Musik der romaniotischen Juden herausgebildet, die sich deutlich von der der aschkenasischen oder sephardischen Juden unterscheidet.

So haben die romaniotischen Juden ihre eigenen Melodien, die sie für die Rezitation der Gebete verwenden, und sind zudem für ihre Pijjutim (Hymnen, die während des Synagogengottesdienstes gesungen werden) und ihre eigene Tradition der Torah-Kantillation bekannt.

Das EZJM hat Kantor Haim Ischakis in Athen aufgesucht – eine der letzten Personen, die die synagogale Musiktradition der romaniotischen Juden noch aufrecht erhalten –, um seine liturgischen Gesänge aufzunehmen und für die Nachwelt zu erhalten. Wir bereiten derzeit eine CD-Edition als Gesamtausgabe der Aufnahmen von Kantor Haim Ischakis vor. Die Edition, die für Sommer 2017 geplant ist, wird die liturgischen Melodien für Shabbat, Rosh HaShana, Yom Kippur, Sukkot, Pessach, Shavuot, Chanukkah und Purim enthalten.

 

Ansprechpartnerinnen

Prof. Dr. Sarah M. Ross
Direktorin des EZJM
T. +49-(0)511-844887-101
E-Mail: Prof. Dr. Sarah M. Ross

Dr. Miranda L. Crowdus
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
E-mail: Miranda L. Crowdus
T. +49-(0)511-844887-122

Rabbiner Haim Ischakis

Rosh HaShana in Ioannina 2006

Zuletzt bearbeitet: 24.03.2017

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