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EZJM ist Mitherausgeber der neuen Ausgabe von PaRDeS

PaRDeS.
Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e. V.
Heft 20 (2014)

‚Ein Gebet ohne Gesang ist wie ein Körper ohne Seele.‘
Aspekte der synagogalen Musik

Herausgegeben von Rebekka Denz, Dorothea M. Salzer und dem
Europäischen Zentrum für Jüdische Musik im Auftrag der
Vereinigung für Jüdische Studien e. V. in Verbindung mit dem
Institut für Jüdische Studien der Universität Potsdam

Aus dem Editorial
„Ein Gebet ohne Gesang ist wie ein Körper ohne Seele“ heißt es im Vorwort der Studie „Der synagogale Gesang“ von Aron Friedmann von 1904 (S. 2). Aron Friedmann (1855–1936) wirkte über 40 Jahre lang als Kantor in Berlin und beschäftigte sich auch als Komponist und Forscher mit jüdisch-sakraler Musik. Seine Abhandlung „Der synagogale Gesang“ ist eines der ersten Werke der modernen Forschung zur Musik der Synagoge im aschkenasischen Raum. Der Gesang in der Synagoge, eben das „gesungene Gebet“, von dem Friedmann hier spricht, bildet den Kern der jüdischen Musiktradition. Er steht im Mittelpunkt der diesjährigen PaRDeS-Ausgabe, die damit einen neuen Beitrag zu diesem Bereich der Musikwissenschaft und gleichzeitig der Jüdischen Studien leisten möchte.

Aus dem Inhaltsverzeichnis
Wissenschaftliche Artikel im Themenschwerpunkt

Architektur und musikalisch-liturgische Praxis: Orgelsynagogen zwischen Klassizismus und Früher Moderne
von Katrin Keßler, Ulrich Knufinke und Mirko Przystawik
Von Budapest nach Straßburg – Der Kantor Marcel Lorand (1912–1988)
von Martha Stellmacher
Ein jüdischer Synagogenmusiker im Berlin der 1930er Jahre: Jakob Dymont und seine Freitagabendliturgie
von Jascha Nemtsov
Ein erster Blick auf ein geschmackvolles altes Kastanienstück: Transkription einer vergessenen Komposition von Kantor Salomon (1781–1829), genannt Kaschtan (d. h. „Kastanie“)
von Daniel S. Katz
Das Jahreskaddisch in der Frankfurter Melodiengestaltung
von Isidoro Abramowicz
Competing Musical Traditions in the Holy Land in the 20th Century and How They Found Their Way into the Synagogue of Belgrade
von Jasmina Huber
... und wissenschaftliche Artikel außerhalb des Themenschwerpunkts, zahlreiche Rezensionen sowie eine Liste ausgewählter Neuerscheinungen.

Die kostenfreie Open-Access-Version des Heftes (Universitätsverlag Potsdam) ist abrufbar unter

http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2014/7030/

Die Printversion ist zum Preis von 8,50 Euro erhältlich. Sie können das Heft im Buchhandel oder direkt beim EZJM erwerben.

PaRDeS, die Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V., möchte die fruchtbare und facettenreiche Kultur des Judentums sowie seine Berührungspunkte zur nichtjüdischen Umwelt in den unterschiedlichen Bereichen dokumentieren. Daneben dient die Zeitschrift als Forum zur Positionierung der Fächer Jüdische Studien und Judaistik innerhalb des wissenschaftlichen Diskurses sowie zur Diskussion ihrer historischen und gesellschaftlichen Verantwortung.
Weitere Informationen: www.v-j-s.org

Vorankündigung

Demnächst erscheint im Werhahn Verlag das von Martha Stellmacher und Barbara Burghardt verfasste Buch

Orgel ad libitum. Einblicke in die Musik der Reformsynagogen am Beispiel der ›Sammlung Oberkantor Nathan Saretzki‹.

Orgelklang in der Synagoge – das war eine der vielen Neuerungen der jüdischen Reformbewegung. Aus dieser Zeit um 1880 stammen Werke von Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Adolf Grünzweig und anderen heute wiederentdeckten Komponisten. Die hier beschriebenen 16 Notenbände konnte der Oberkantor Nathan Saretzki in der Reichspogromnacht 1938 aus seinem Notenfundus aus der brennenden Hauptsynagoge in Frankfurt retten. Durch den Einsatz mutiger Mitmenschen überstanden die Bände die Zeit des Nationalsozialismus und gelangten auf ungewöhnlichem Wege 1998 nach Hannover ins Europäische Zentrum für Jüdische Musik, wo sie inzwischen für die musikwissenschaftliche Forschung zugänglich gemacht wurden.

Detaillierte Beschreibungen der Bände und biographische Hinweise zu den Komponisten ermöglichen einen Einblick in das musikalische Spektrum der Musik der Reformsynagoge. Ergänzende Kapitel und Exkurse führen in Geschichte und Einzelaspekte der synagogalen (Reform-)Musik ein.

Anhand der »Sammlung Oberkantor Nathan Saretzki« zeigt sich, stellvertretend für zahlreiche andere entdeckte und unentdeckte Schätze, der wissenschaftliche ebenso wie der immaterielle Wert einer solchen Sammlung.

PaRDeS

Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e. V.

‚Ein Gebet ohne Gesang ist wie ein Körper ohne Seele.‘
Aspekte der synagogalen Musik

Heft 20 (2014)
Universitätsverlag Potsdam

Bestellmöglichkeit

Die Printversion des PaRDeS-Heftes zum Preis von 8,50 Euro können Sie direkt beim EZJM bestellen: per Mail oder unter T. 0511-844887-100. Wir schicken Ihnen das Heft gegen Rechnung zu.

Zuletzt bearbeitet: 02.09.2014Zum SeitenanfangZum Seitenanfang
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